Willkommen im Detektivbüro XY!

Wie schön, dass Ihr vorbeischaut – Lisa und Pieri, die beiden Detektivfreunde, erwarten Euch auf diesen Seiten! Hier erfahrt Ihr einiges Wissenswertes über die Arbeit des Detektivbüros XY. Lisa und Pieri geben Euch aber auch wertvolle Tipps, wie Ihr selbst zu richtigen Spürnasen werden könnt.
Damit Ihr diesen detektivischen Spürsinn auch trainieren könnt, findet Ihr hier regelmäßig Rätselaufgaben und Knobeleien. Wenn Ihr zum Beispiel oben auf die Webcam klickt, könnt Ihr schauen, ob Euren Detektiv-Augen auch nichts entgeht … Denn denkt daran, einem guten Detektiv entgeht auch nicht das kleinste Detail!

Also, viel Spaß hier im Detektivbüro XY und viel Erfolg beim Lösen kniffliger Rätselfälle!

Das Rätsel der Woche

Wie versprochen holte Hauptkommissar Heisterbach die Detektive nur wenige Minuten später ab. Mit Blaulicht und Martinshorn. Während der Polizist am Lenkrad den Wagen geschickt an den ausweichenden Autos vorbei Richtung Schustergasse lenkte, ließ Hauptkommissar Heisterbach sich den Zettel mit dem Hilferuf zeigen. „Das ist wirklich eine unerwartete Wendung“, sagte er zu den Detektiven. Er kannte die beiden und vertraute ihnen, deshalb redete er ganz offen. „Larissa Nagel – von der der Hilferuf zu stammen scheint – ist uns nicht unbekannt“, informierte er die beiden Schüler. „Ihr erinnert euch doch an den Fälscher Carlo Frey, den wir dank eurer Hilfe dingfest gemacht haben?“ Die Kinder nickten. 
 
„Für die Fälschung des Gemäldes hat Carlo Frey sehr spezielle Farben verwendet“, erzählte der Hauptkommissar weiter. „Die einzige Person in Stadt Glockenburg und Umgebung, die diese Farben gekauft hat, ist die Künstlerin Larissa Nagel. Es ist also möglich, dass sie mit dem Fälscher unter einer Decke steckt. Ich wollte sie deswegen ohnehin aufsuchen und befragen. Damit, dass bei ihr eingebrochen wird, habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet.“ Bevor Lisa und Pieri etwas fragen konnten, hielt der Wagen vor der Schustergasse 4. Vor der Tür stand bereits ein weiterer Streifenwagen.  Herr Heisterbach hatte schon einige Beamte vorgeschickt, um Frau Nagel zur Hilfe zu eilen, während er Lisa und Pieri einsammelte. Über Funk meldete er sich nun bei den Polizisten, die in Frau Nagels Wohnung waren. Erst als diese ihm versichert hatten, dass keine Einbrecher mehr in der Wohnung waren, erlaubte er Lisa und Pieri, mit ihm zu Frau Nagel heraufzukommen. Die Wohnung bestand aus einem riesigen Atelier mit Schlaf- und Kochecke und einem kleinen Badezimmer. Larissa Nagel saß auf einem Stuhl nah am Fenster. Ein Polizist war gerade dabei, ihre Fesseln zu lösen.
 

 
Neugierig sahen Lisa und Pieri sich in dem geräumigen Zimmer um. Überall standen Staffeleien herum. Fertige und halbfertige Bilder lehnten an den Wänden. Es herrschte großes Durcheinander. Alle Schubladen waren geöffnet und durchwühlt worden. Kleidungsstücke waren aus dem Schrank gezerrt und achtlos auf den Boden geworfen worden. Sobald Frau Nagel losgebunden war, kam sie zu Lisa und Pieri. „Seid ihr die Kinder, die meine Nachricht entschlüsselt haben? Die Beamten haben mir von euch erzählt. Ich kann euch gar nicht sagen, wie dankbar ich bin.“ „Was ist denn genau passiert?“, erkundigte sich Hauptkommissar Heisterbach. „Vor einigen Stunden klopfte es an meiner Tür“, begann die Künstlerin ihren Bericht. „Weil ich auf ein Paket wartete, dachte ich mir nichts dabei und machte auf. Draußen standen zwei Männer. Bevor ich begriff, was geschah, hatten sie mich zurück in die Wohnung gedrängt. Einer der Männer durchsuchte mein Atelier, während der andere mich bewachte.“  „Wie ist es Ihnen denn gelungen, Ihren Hilferuf zu verfassen?“, erkundigte sich der Hauptkommissar. „Ich habe meinem Bewacher gesagt, dass es mich beruhigen würde, ein wenig vor mich hin zu kritzeln. Er hatte nichts dagegen. Ich setzte mich möglichst dicht ans offene Fenster und begann zu zeichnen.
 
Zum Glück war der Verbrecher nicht so schlau wie die beiden Kinder hier, deswegen schöpfte er keinen Verdacht, als er meine Kritzeleien sah. Als er sich kurz umdrehte, schrieb ich schnell noch ‚Hilfe‘ auf das Blatt, klemmte es an einen Kugelschreiber und warf die Botschaft aus dem Fenster.“  „Da hatten Sie aber Glück, dass Sie nicht erwischt wurden!“, entfuhr es Pieri. „Da hast du recht“, stimmte Frau Nagel ihm zu. „Nach einer Weile waren die beiden fertig mit ihrer Suche. Ich sah, wie sie einige Tuben Farbe einpackten. Dann fesselten und knebelten sie mich und verschwanden. Es gelang mir nicht,  mich selbst zu befreien. Deshalb saß ich stundenlang hier und hoffte, dass jemand meinen Zettel finden und entschlüsseln würde. Ich war selten in meinem Leben so froh wie in dem Moment, als die Polizisten die Tür aufbrachen.“ „Kannten Sie die beiden Männer denn? Haben Sie sie vielleicht schon mal gesehen?“, wollte Herr Heisterbach wissen.
 
„Nein! Da bin ich mir ganz sicher“, erklärte Frau Nagel mit Nachdruck. „Allerdings ist vor einigen Wochen schon einmal bei mir eingebrochen worden. Vielleicht waren das die gleichen Täter. Leider hab ich den Vorfall damals nicht der Polizei gemeldet, weil nichts Wertvolles fehlte.“  „Gut, dann weiß ich für den Augenblick erst einmal genug“, sagte der Hauptkommissar. „Die Spurensicherung wird gleich hier sein und nach Hinweisen auf die Täter suchen. Wir werden uns große Mühe geben, die Täter zu schnappen.“ Er verabschiedete sich und verließ gemeinsam mit Lisa und Pieri die Wohnung. Auf dem Weg nach unten sagte Lisa: „Ich hoffe, Sie wollen nicht zu viel Zeit und Geld in die Suche nach den angeblichen Verbrechern stecken. Ich bin ziemlich sicher, dass Frau Nagel mit ihnen unter einer Decke steckt und den Überfall nur vorgetäuscht hat. Wahrscheinlich, um den Verdacht von sich abzulenken.“
„Genau“, stimmte Pieri ihr zu. „Mit der Geschichte von dem alten Einbruch will sie erklären, warum Carlo Frey für die Fälschung ihre Farben verwendet hat.“ Hauptkommissar Heisterbach brach in schallendes Gelächter aus. „Da habt ihr es also auch gesehen. Euch entgeht aber auch nichts! Den Verbrechern in Stadt Glockenburg stehen harte Zeiten bevor, wenn ihr beiden erstmal alt genug seid, um bei der Polizei zu arbeiten.“
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Die Auflösung findest du, wenn du auf dieser Seite weiter herunter scrollst.
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Laut ihrer Aussage hatten die beiden Verbrecher Frau Nagel schon einige Stunden, bevor die Polizei eintraf, verlassen.
Sie selbst war gefesselt und konnte ihren Stuhl nicht verlassen. Doch auf dem Tisch stand eine Tasse Tee, die noch
so heiß war, dass sie dampfte. Die Geschichte der Künstlering konnte also nicht stimmen.

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