Willkommen im Detektivbüro XY!

Wie schön, dass Ihr vorbeischaut – Lisa und Pieri, die beiden Detektivfreunde, erwarten Euch auf diesen Seiten! Hier erfahrt Ihr einiges Wissenswertes über die Arbeit des Detektivbüros XY. Lisa und Pieri geben Euch aber auch wertvolle Tipps, wie Ihr selbst zu richtigen Spürnasen werden könnt.
Damit Ihr diesen detektivischen Spürsinn auch trainieren könnt, findet Ihr hier regelmäßig Rätselaufgaben und Knobeleien. Wenn Ihr zum Beispiel oben auf die Webcam klickt, könnt Ihr schauen, ob Euren Detektiv-Augen auch nichts entgeht … Denn denkt daran, einem guten Detektiv entgeht auch nicht das kleinste Detail!

Also, viel Spaß hier im Detektivbüro XY und viel Erfolg beim Lösen kniffliger Rätselfälle!

Das Rätsel der Woche

Belli und Willi waren sehr aufgeregt darüber, dass sich der
gefundene Zettel nicht als schlechter Scherz herausgestellt
hatte. Lisa und Pieri hatten ihnen natürlich nicht von dem
Verdacht gegen Frau Nagel berichtet. Das hatten sie dem
Hauptkommissar versprochen. Sie hatten nur erzählt, dass
die Polizei tatsächlich eine gefesselte Frau in der Wohnung
gefunden hatte. Die Geschichte verbreitete sich am nächsten
Tag wie ein Lauff euer durch die Schule. Für Belli und
Willi war es eine ganz neue Erfahrung, als Helden gefeiert
zu werden. Und sie genossen es sichtlich.

Für den Nachmittag hatte Hauptkommissar Heisterbach
alle vier Kinder für ihre Zeugenaussagen auf das Polizeipräsidium
bestellt. Da sie noch minderjährig waren, mussten
ihre Eltern dabei anwesend sein. Sie wollten die Kinder auf
der Polizeiwache treffen. So machten sich Belli, Willi, Lisa und Pieri
nach der Schule gemeinsam zur Polizei auf. Im Eingangsbereich
wurden sie von dem Portier Herrn Moldrow empfangen, der
sich wie immer freute, Lisa und Pieri zu sehen. Er schickte
sie mit dem Fahrstuhl hinauf in die dritte Etage, wo Herr
Heisterbach sein Büro hatte.

Ihre Eltern waren bereits vor Ort. Willi und Belli wurden in
das Büro von Frau Klinkenberg gebeten, die eine Kollegin
 von Herrn Heisterbach war. Lisa und Pieri selbst machten es
sich mit ihren Müttern im Büro des Hauptkommissars gemütlich.
Sie erzählten noch einmal, wie Belli und Willi mit dem
Zettel zu ihnen gekommen waren und wie sie die Botschaft
entschlüsselt hatten. Ein uniformierter Beamter schrieb ihre
Aussagen für das Protokoll auf dem Computer mit.
Als ihre Aussagen ausgedruckt und unterschrieben waren,
machten Lisa und Pieri keinerlei Anstalten aufzubrechen.
Der Hauptkommissar wusste natürlich, worauf sie
warteten. Ihr wollt bestimmt wissen, was wir jetzt unternehmen
werden?

Sie kennen uns viel zu gut bestätigte Lisa lachend. Herr
Heisterbach versprach, dass sie Frau Nagel weiterhin im
Auge behalten würden. Allerdings hatten die Polizisten beschlossen,
die Künstlerin erst einmal nicht wissen zu lassen,
dass sie Zweifel an dem „Überfall“ hatten.
„Wir gehen immer noch davon aus, dass Frau Nagel mit
Carlo Frey zusammengearbeitet hat. Wenn wir Glück haben,
macht sie irgendwann einen Fehler und verrät sich. Bis dahin
soll sie sich ruhig in Sicherheit wiegen&, erklärte der
Hauptkommissar.

Lisa und Pieri verabschiedeten sich von ihrem erwachsenen
Freund. Ihre Mütter wollten noch ein paar Worte mit
dem Kommissar wechseln. Lisa und Pieri hatten beschlossen,
in der Zwischenzeit dem Portier Herrn Moldrow einen
kurzen Besuch abzustatten.
Als Lisa schon an der Tür war, rief Herr Heisterbach ihr
nach: „Falls es dich interessiert, Lisa: Frau Nagel wohnt erst
seit Kurzem in Stadt Glockenburg.“

Diese Neuigkeit musste Lisa erst einmal verdauen.
Konnte die Künstlerin etwas mit dem Einbruch in den Kiosk
zu tun haben? Und mit dem Supermarkt-Überfall und dem
Autodiebstahl? „Ach Quatsch!“, unterbrach Pieri ihren Gedankenfluss.
Er hatte sofort begriffen, was in Lisas Kopf vorging. „Herr Heisterbach
wollte dich bestimmt nur aufziehen. Du kannst
doch nicht jeden verdächtigen, der neu in der Stadt ist. Oder
hältst du jetzt Ben und Fynn auch schon für Verbrecher?“
Lisa sagte nichts, doch in ihrem Kopf rumorte es weiter.
Herr Heisterbach hatte seine Bemerkung sicher nicht einfach
so gemacht. Falls Frau Nagel etwas mit dem Einbruch
zu tun hatte, würde Lisa es herausfinden. Denn sie nahm
den Kioskeinbruch sehr persönlich.

Im Erdgeschoss trafen Lisa und Pieri nicht nur Herrn Moldrow,
sondern auch den Polizisten Winter, den sie nach
dem Kioskeinbruch kennengelernt hatten. Der Beamte
machte ein ziemlich griesgrämiges Gesicht, das sich aber
schlagartig erhellte, als er die Kinder aus dem Fahrstuhl treten
sah. „Lisa und Pieri, ihr kommt mir wie gerufen. Habt ihr einen
Augenblick Zeit für mich?“

Diese Begrüßung war wirklich meilenweit entfernt von
dem kalten Empfang bei ihrer ersten Begegnung. Natürlich
waren die Detektive sofort bereit, dem Polizisten zu helfen.
Herr Winter schilderte ihnen sein Problem. Weil er neu
im Polizeidienst war, machten sich seine Kollegen gelegentlich
einen Spaß daraus, ihn auf die Probe zu stellen. Diesmal
sollte er aus vier Verdächtigen den richtigen Täter herausfinden.
Wir haben einen anonymen Hinweis auf ein gestohlenes
Auto bekommen“, erzählte Herr Winter. „Tatsächlich fanden
wir das Auto an der angegebenen Stelle – hinter einem
Wohnhaus. In dem Haus wohnen vier Brüder: Paul, George,
John und Ringo.“ „Halt!“, warf Pieri ein. „Sie wollen uns doch veräppeln.
Das sind die Vornamen der Beatles.“

Pieri wusste, dass die Beatles eine Band waren. Früher
war er einmal mit seiner ,Bietel-Frisur‘ aufgezogen worden,
deswegen hatte er sich über die Gruppe schlaugemacht.
Nein“, widersprach der Polizist. „Die Brüder heißen wirklich
so. Ihre Mutter war wohl eine glühende Verehrerin der
Beatles. Auf jeden Fall muss einer der Brüder das Auto geklaut
haben. Aber keiner will es zugeben. Paul behauptet,
George habe das Auto geklaut. George sagt, John wäre es
gewesen. John besteht darauf, dass George lügt. Und Ringo
sagt nichts, außer dass er es nicht gewesen sei.
Meine Kollegen haben mir verraten, dass nur einer von
ihnen die Wahrheit sagt, aber ich weiß beim besten Willen
nicht, wer es ist.“

Lisa nahm einen Zettel aus ihrer Schultasche und bat
Herrn Winter, die Aussage noch einmal zu wiederholen, damit
sie sich Notizen machen konnte. Dann beugten Pieri
und sie sich über den Zettel.
Wir haben’s!“, rief Pieri schließlich genau in dem Moment,
als Kommissar Becker durch die Tür kam.
Was habt ihr?, fragte er.
Wir … äh …“, stotterte Lisa, die Herrn Winter nicht vor
seinem Chef bloßstellen wollte. Doch Herr Winter lachte
fröhlich. „Die jungen Meisterdetektive haben für mich herausgefunden,
welcher Bruder das Auto gestohlen hat.
Jetzt lachte auch der Kommissar. „Glückwunsch, Winter!
Man muss als Polizist nicht alles wissen. Aber es ist gut,
wenn man weiß, wer einem weiterhelfen kann.
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Die Auflösung findest du, wenn du auf dieser Seite weiter herunter scrollst.
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Die Brüder sagten Folgendes aus:
Paul: George hat das Auto geklaut.
George: John war es.
John: George lügt.
Ringo: Ich war’s nicht.
Lisa und Pieri gingen einfach alle möglichen Täter der Reihe
nach durch.
Wenn es Paul gewesen wäre, würden John und Ringo die
Wahrheit sagen.
Wenn es George gewesen wäre, würden Paul, John und
Ringo die Wahrheit sagen.
Wenn es John gewesen wäre, würden George und Ringo
die Wahrheit sagen.
Also musste es Ringo gewesen sein, und John sagte die Wahrheit.

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