Willkommen im Detektivbüro XY!

Wie schön, dass Ihr vorbeischaut – Lisa und Pieri, die beiden Detektivfreunde, erwarten Euch auf diesen Seiten! Hier erfahrt Ihr einiges Wissenswertes über die Arbeit des Detektivbüros XY. Lisa und Pieri geben Euch aber auch wertvolle Tipps, wie Ihr selbst zu richtigen Spürnasen werden könnt.
Damit Ihr diesen detektivischen Spürsinn auch trainieren könnt, findet Ihr hier regelmäßig Rätselaufgaben und Knobeleien. Wenn Ihr zum Beispiel oben auf die Webcam klickt, könnt Ihr schauen, ob Euren Detektiv-Augen auch nichts entgeht … Denn denkt daran, einem guten Detektiv entgeht auch nicht das kleinste Detail!

Also, viel Spaß hier im Detektivbüro XY und viel Erfolg beim Lösen kniffliger Rätselfälle!

Das Rätsel der Woche

Die Band

Da Lisa für den Nachmittag keine anderen Pläne hatte, begleitete sie Pieri zur Bandprobe. Die anderen warteten schon in der Aula. Ohne sich verabredet zu haben, trugen sie alle die T-Shirts, die Miriam und Holger ihnen aus dem Urlaub mitgebracht hatten. „Wenn ihr jetzt schon im Partnerlook herumlauft, steht eurem Erfolg ja nichts mehr im Weg“, lachte Lisa. „Wahrscheinlich wollen alle eure Fans bald die gleichen T-Shirts haben. Ihr solltet die Herstellerfi rma fragen, ob sie euch an den Verkaufseinnahmen beteiligen, wenn ihr irgendwann berühmt seid.“ „Bevor wir berühmt werden, müssen wir erst einmal wissen, was wir für Lieder spielen wollen.
 
Unsere üblichen Songs kennen die anderen schon“, bemerkte Pieri. „Hat jemand von euch eine Idee?“ Die nächste Viertelstunde verbrachten die Bandmitglieder damit, Liedvorschläge in den Raum zu werfen – und sie genauso schnell wieder zu verwerfen. Irgendwie schien ihnen nicht das Richtige einzufallen. Nur Lasse beteiligte sich nicht an der Diskussion. Er starrte glücklich auf den Kasten mit der wiedergefundenen Geige. Erst als Miriam ihn direkt ansprach, löste er sich aus seiner Erstarrung. „Ob ich eine Idee habe, was wir spielen können?“, wiederholte Lasse ihre Frage. „Nicht wirklich. Warum starten wir

 
nicht eine Umfrage in der Schule? Jeder, der möchte, darf einen Vorschlag machen. Die Lieder, die am häufi gsten vorgeschlagen werden, spielen wir dann.“ Die anderen waren von der Idee begeistert. Die praktisch veranlagte Lisa begann sofort mit der Planung. „Ihr könntet einen Aufruf in der Schülerzeitung machen“, schlug sie vor. „Ihr hängt einfach einen Briefkasten auf, und jeder kann seinen Liedwunsch hineinwerfen.“ Auch dieser Vorschlag fand die Zustimmung der anderen. Als sie gerade dabei waren, den Aufruf für die Schülerzeitung zu formulieren, öff nete sich die Tür der Aula. Hannes, ein Achtklässler, kam herein. „Habt ihr ein Glück, dass ich euch gefunden habe!“, verkündete er lautstark. „Ich bin euer Ticket zu Ruhm und Ehre!“ „So so“, antwortete Holger grinsend. „Unser Ticket zu Ruhm und Ehre?
 
Dann ist es ja gut, dass du da bist.“ Hannes ließ sich von seinem spöttischen Unterton nicht aus der Ruhe bringen. Ein Mangel an Selbstbewusstsein gehörte offensichtlich nicht zu seinen Schwächen. „Ja, genau“, bestätigte er. „Ich kann dafür sorgen, dass ihr reich und berühmt werdet. Mein Cousin kennt sich super in der Musikszene aus. Er hat euren Auftritt von der ,Jagd auf den Snark‘ gesehen und angeboten, euer Manager zu werden.“ „Na klar“, unterbrach Lisa ihn. „Und vorher soll Spontano Airport ihm wahrscheinlich ein paar hundert Euro für eine Probeaufnahme zahlen? Den Trick hat schon mal jemand probiert.“ „Nein!“, protestierte Hannes. „So etwas würde mein Cousin nicht tun. Er ist selbst Musiker. Letztes Jahr ist er sogar mit den ,Traveling Hotdogs‘ aufgetreten.“ Miriam horchte auf. „Mit den ,Traveling Hotdogs‘?“, wiederholte sie. „Das ist eine meiner Lieblingsbands. Vielleicht ist an Hannes’ Vorschlag doch etwas dran. Sollten wir diesen Cousin nicht wenigstens mal treffen?“
 
Fragend blickte sie zu ihren Freunden. „Ich kann euch das sogar beweisen“, warf Hannes eifrig ein. „Ich habe ein Foto von dem Auftritt.“ Er kramte in seinem Rucksack und zog einen Abzug heraus. „Das hier rechts ist mein Cousin.“ Er deutete stolz auf einen jungen Mann, der mit einer Gitarre neben dem Sänger der ,Traveling Hotdogs‘ auf der Bühne stand. Pieri schaute sich das Foto genau an. „Warst du schon einmal bei einem Auftritt deines Cousins dabei?“, fragte er den Achtklässler. Hannes schüttelte den Kopf. „Nein, das war immer zu weit weg. Aber mein Cousin erzählt mir hinterher immer genau, wie es gewesen ist.“ „In Zukunft solltest du deinem Cousin lieber nicht alles glauben, was er erzählt“, schlug Pieri vor. „Er mag sich zwar gut mit Bildbearbeitung auskennen, aber mit den Traveling Hotdogs ist er ganz sicher nicht aufgetreten. Und einen Manager brauchen wir sowieso noch lange nicht. Schon gar nicht einen, der Geschichten erfindet, um sich bei anderen Leuten interessant zu machen.“
 
 
Die Lösung findest du weiter unten  
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Da Pieri selbst Gitarre spielt, wusste er natürlich, dass bei einer Gitarre die drei oberen Saiten dicker sind als die drei unteren. Bei der Gitarre von Hannes’ Cousin waren die Saiten anders herum aufgezogen. Mit so einer Gitarre war er sicher nicht mit den ,Traveling Hotdogs‘ aufgetreten. Der bogenförmige Ausschnitt im Gitarrenkörper, Cutoff genannt, soll der Griff hand zusätzlichen Bewegungsspielraum geben. Bei einer rechtshändig gespielten Gitarre müsste er also unten zu sehen sein … und hier spielt ein Rechtshänder eine für einen Linkshänder gebaute und bespannte Gitarre

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