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Das Rätsel der Woche

Auch nach Lisas Erklärung fiel es Katharina schwer zu glauben, dass ihre Freundin für die gemeinen Kommentare im Internet verantwortlich sein sollte. Sie beschloss, zu Sophie zu fahren und sie direkt zu fragen. Joho und Lisa begleiteten sie, während Pieri und Miriam zu ihrer Bandprobe gingen. Auf dem Weg versuchte Lisa die Oberstufenschülerin in ein Gespräch zu verwickeln. „Du hast doch bestimmt eine Ahnung, warum deine Freundin sich so verhalten hat“, sagte sie behutsam. „Vielleicht“, gab Katharina zu. „Aber ich kann nicht darüber reden. Das verzeihen die anderen mir nie.“ Sie wollte weder ausführen, wer ,die anderen‘ waren, noch was sie dem Mädchen nicht verzeihen würden. Langsam hatte Lisa jedoch eine Ahnung, worum es gehen konnte.
Sophie war über den Besuch von Katharina, Lisa und Joho sehr überrascht, lud sie aber ein, mit auf ihr Zimmer zu kommen. Joho fackelte nicht lange, sondern fiel sofort mit der Tür ins Haus: „Hast du die bösen Kommentare über Katha ins Netz gestellt, Sophie?“ Eine Antwort war unnötig. Sophies Gesicht verriet, dass sie mit ihrem Verdacht ins Schwarze getroffen hatten. „Aber warum?“, fragte Katharina mit erstickter Stimme. „Ich hab dir doch gar nichts getan.“ Sie hatte wieder Tränen in den Augen. Als sie sah, wie unglücklich ihre Freundin war, brach Sophie zusammen. „Ich wollte dich nicht verletzen, Katha“, schluchzte sie. „Wir wollten nur, dass du den Mund hältst und nicht zu Direktor Böllheim gehst. Irgendjemand hatte dann die Idee mit der Webseite. Es sollte dich nur ablenken. Ich wollte dir wirklich nicht wehtun. Es tut mir so leid! Verzeihst du mir?“ Ihre Entschuldigung klang so aufrichtig, dass Katharina ihr nicht böse sein konnte. Weinend umarmten sich die beiden Mädchen.
Nach einiger Zeit räusperte sich Lisa. „Es ist prima, dass ihr euch wieder vertragen habt“, sagte sie zu den Freundinnen. „Aber wir müssen noch über ein paar offene Fragen reden. Du hast Direktor Böllheim erwähnt, Sophie. Was ist es, das Katharina ihm nicht erzählen sollte?“ Die Mädchen, die Lisas und Johos Anwesenheit ganz vergessen hatten, sahen erschrocken aus. „Kannst du nicht einfach vergessen, was du gehört hast?“, bat Katharina leise. „Nein“, unterstützte Joho die Detektivin. „Mobbing ist keine harmlose Angelegenheit. Ihr werdet nicht darum herumkommen, die ganze Wahrheit zu erzählen. Also schießt schon los.“ Die älteren Mädchen zögerten noch immer. „Wenn ich mich nicht irre, geht es um die heimlichen Kellerraumbesuche in der Schule“, gab Lisa das Stichwort. Katharina und Sophie sahen ein, dass sie reinen Tisch machen mussten. Es hatte damit begonnen, dass ein Schüler den Kellerraum als Rückzugsort für Freistunden entdeckt hatte. Er hatte den Raum einigen Freunden gezeigt. Nach einer Weile wussten alle Schüler seiner Klassenstufe von dem praktischen Versteck. Der Raum wurde zu einem beliebten
Aufenthaltsort in Pausen und Freistunden. Auch Katharina war einige Male mit ihren Freundinnen in den Keller gegangen, doch ihr war stets unwohl dabei gewesen. Sie redete den anderen ins Gewissen und schlug vor, ihre unerlaubten Besuche dem Direktor zu beichten. Davon wollten die anderen jedoch nichts hören. Joho und Lisa waren sich einig, dass ein Gespräch mit Herrn Böllheim nicht zu umgehen war. Die Oberstufenschüler hatten sich schließlich nicht nur unerlaubt im Keller aufgehalten und dabei ein ziemliches Chaos angerichtet, sondern auch Frau Nolting einen riesigen Schreck eingejagt.
„Ihr müsst die Namen der anderen ja nicht verraten“, sagte Lisa. „Aber die Sekretärin verdient es zu wissen, dass sich im Keller keine gefährlichen Verbrecher rumtreiben.“ Mit klopfenden Herzen machten sich Katharina und Sophie am nächsten Tag auf den Weg zum Direktor. Lisa und Joho kamen zur Unterstützung mit. Herr Böllheim blieb erstaunlich gelassen. Nach vielen Jahren im Schuldienst brachte ihn nichts mehr so leicht aus der Ruhe. Er machte den Mädchen einen Vorschlag: Die betroffenen Schüler sollten den Kellerraum aufräumen und putzen, dafür würde er keine weiteren Schritte unternehmen. Katharina und Sophie waren erleichtert, so einfach davongekommen zu sein. Sie trommelten einige andere Schüler zusammen und machten sich daran, den Kellerraum aufzuräumen. Hausmeister Hegemann fiel die Aufgabe zu, ihre Arbeit zu kontrollieren. Begeistert erzählte er Pieri und Lisa einige Tage später auf dem Flur davon, wie ordentlich der Raum jetzt aussah. „Sogar die Kartons mit Keksen, die uns ein Supermarkt für die Schulveranstaltung mit Dr. Burchardi gespendet hat, haben die Schüler ordentlich gestapelt. Ich hab Fotos von vorher und nachher gemacht“, sagte er und hielt den Detektiven zwei Bilder hin. Pieri schaute sie sich in Ruhe an und seufzte dann. „Manche lernen es wohl nie! Ich vermute stark, dass Sophie und Katharina nichts damit zu tun hatten. Aber einige ihrer Klassenkameraden wollen wohl unbedingt eine kriminelle Karriere machen.“ Wieder einmal hatte der Hausmeister keine Ahnung, wovon der Schuldetektiv eigentlich redete.
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Kurz vor den gemeinen Kommentaren hatte Sophie eine Nachricht auf Katharinas Webseite hinterlassen. Da sie kein internetfähiges Handy hatte, musste sie dafür einen Schul-computer benutzt haben. Dass sie bestritt, im Computer-raum gewesen zu sein, machte sie verdächtig.
 
  

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