Willkommen im Detektivbüro XY!

Wie schön, dass Ihr vorbeischaut – Lisa und Pieri, die beiden Detektivfreunde, erwarten Euch auf diesen Seiten! Hier erfahrt Ihr einiges Wissenswertes über die Arbeit des Detektivbüros XY. Lisa und Pieri geben Euch aber auch wertvolle Tipps, wie Ihr selbst zu richtigen Spürnasen werden könnt.
Damit Ihr diesen detektivischen Spürsinn auch trainieren könnt, findet Ihr hier regelmäßig Rätselaufgaben und Knobeleien. Wenn Ihr zum Beispiel oben auf die Webcam klickt, könnt Ihr schauen, ob Euren Detektiv-Augen auch nichts entgeht … Denn denkt daran, einem guten Detektiv entgeht auch nicht das kleinste Detail!

Also, viel Spaß hier im Detektivbüro XY und viel Erfolg beim Lösen kniffliger Rätselfälle!

Das Rätsel der Woche

Kommissar Becker war dankbar für Lisas und Pieris Hinweis,
dass die Verdächtige und ihr Mann gelogen hatten, was ihr
Alibi betraf. Lisa hatte ihm per E-Mail das Foto aus der Bahnhofshalle
zugeschickt. Trotzdem seien seine Hände gebunden,
erklärte Herr Becker. Ein fehlendes Alibi machte die Frau
noch lange nicht zur Diebin. Die Verkäuferin hatte sie bei
einer Gegenüberstellung nicht eindeutig identifi zieren können,
weil die Diebin eine große Sonnenbrille und ein Kopftuch
getragen hatte. Und die Aussage ihres Nachbarjungen
reichte allein nicht aus, um sie zu verhaften oder wenigstens
einen Durchsuchungsbefehl für ihre Wohnung zu bekommen.
Für den Augenblick konnte die Polizei nichts tun.
Lisa und Pieri hätten gerne selbst mit dem Jungen gesprochen,
der die Frau beschuldigt hatte, aber Kommissar
Becker durfte ihnen den Namen des Jungen nicht nennen.
Er geht nicht auf eure Schule, sondern auf das Görresgymnasium
war alles, was er ihnen verraten konnte.
Die jungen Detektive beschlossen, die Angelegenheit
auf sich beruhen zu lassen. Onkel Tommy würde nur ein
paar Tage in Stadt Glockenburg bleiben, und sie wollten so
viel Zeit wie möglich mit ihm verbringen.
Sie gingen ins Kino und Schwimmbad, aßen die größten
Eisbecher, die es in Onkel Josis Eisbude zu bestellen gab,
und machten eine Fotosafari durch die Innenstadt.

Onkel Tommy war ein begeisterter Fotograf und hatte beschlossen,
den Kindern einige seiner Tricks zu verraten.
Zunächst waren Lisa und Pieri noch mit Begeisterung bei
der Sache. Nach und nach begann ihnen aber der Kopf zu
schwirren von all den Informationen, die Onkel Tommy zum
Besten gab. Er sprach über den besten Aufbau für ein Bild,
die Belichtung und allerlei technischen Kram. Lisa und Pieri
hatten ihre eigenen Kameras dabei, um selbst Bilder zu machen.
Aber egal wieviel Mühe sie sich gaben, ihre Aufnahmen
sahen doch immer nur nach Schnappschüssen aus.
Berühmte Fotografen werden wir wohl nicht, gab Lisa
schließlich auf. „Aber für Beweisfotos wird’s reichen.
In all der Zeit, die sie mit Lisas Onkel verbrachten, erwähnte
dieser das versprochene Geschenk mit keinem
Wort. 
„Vielleicht hat er es doch vergessen“, mutmaßte Pieri, als er mit Lisa allein war.
Sie war jedoch anderer Ansicht. „Das glaube ich nicht.
Warte nur ab, da kommt noch was.“ Sie sollte recht behalten.
Am Freitagmittag fuhren Lisa und Pieri nach der Schule gemeinsam
zu Lisas Wohnung. Niemand war zu Hause. Lisa
wusste, dass ihre Mutter im Kiosk zu tun hatte. Von ihrem
Onkel war jedoch auch nichts zu sehen.
„Seltsam“, wunderte sich Lisa. „Onkel Tommy hat gar
nichts davon erzählt, dass er weg wollte. Ich dachte, wir
unternehmen heute Nachmittag gemeinsam etwas.“
Wahrscheinlich ist ihm eingefallen, dass er erst 23 Bilder
vom Kirchturm hat und noch ein 24stes braucht“, lästerte
Pieri im Scherz.
Die Kinder beschlossen, sich zum Mittagessen Spaghetti
mit Tomatensoße zu kochen. Pieri war für die Nudeln zuständig,
Lisa für die Soße. Als sie die Kühlschranktür öffnete,
um die Tomaten herauszunehmen, sah sie einen Zettel, der
mit einem Klebestreifen in der Tür befestigt war.
Sie winkte Pieri zu sich. „Komm mal her und schau dir das
an. Das sieht stark nach Onkel Tommy aus.“
Ymm otle kno“, las Pieri vor. „Hört sich an, als hätte dein
Onkel eine neue Sprache erfunden.“
„Es ist auf jeden Fall eine Nachricht an uns. Ich habe dir
doch gesagt, da kommt noch was.“
Sie nahm den Zettel von der Tür ab und legte ihn auf
den Küchentisch. Die ganze Botschaft lautete:

ymm otle kno trodh cu eetra wrehci
greb nek lafle tohs nine beis blahm udne baneg romtm mok
gnuhc sarre büen ehcorps reve idrüf
ire ipd nua silol lah
Dank ihrer langjährigen Erfahrung als Detektive brauchten
die beiden nicht allzu lange, um die Nachricht zu entschlüsseln.
„Siehst du, Pieri“, sagte Lisa. „Ich hatte recht. Da kommt
noch was.“ 
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Die Auflösung findest du, wenn du auf dieser Seite weiter herunter scrollst.
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Die Verdächtige und ihr Mann hatten angegeben, dass er
um 16.34 Uhr mit dem Zug aus München angekommen sei.
Pieri hatte auf dem Foto aus der Bahnhofshalle entdeckt,
dass der Zug aus München an diesem Nachmittag ungefähr
15 Minuten Verspätung gehabt hatte. Wenn der Mann wirklich
mit diesem Zug gefahren wäre, hätte er das natürlich
gewusst. Und er hätte um 16.50 Uhr noch nicht in seiner
Wohnung sein können.
 

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