Willkommen im Detektivbüro XY!

Wie schön, dass Ihr vorbeischaut – Lisa und Pieri, die beiden Detektivfreunde, erwarten Euch auf diesen Seiten! Hier erfahrt Ihr einiges Wissenswertes über die Arbeit des Detektivbüros XY. Lisa und Pieri geben Euch aber auch wertvolle Tipps, wie Ihr selbst zu richtigen Spürnasen werden könnt.
Damit Ihr diesen detektivischen Spürsinn auch trainieren könnt, findet Ihr hier regelmäßig Rätselaufgaben und Knobeleien. Wenn Ihr zum Beispiel oben auf die Webcam klickt, könnt Ihr schauen, ob Euren Detektiv-Augen auch nichts entgeht … Denn denkt daran, einem guten Detektiv entgeht auch nicht das kleinste Detail!

Also, viel Spaß hier im Detektivbüro XY und viel Erfolg beim Lösen kniffliger Rätselfälle!

Das Rätsel der Woche

Wer hat das Eis versalzen?

Fynn war zunächst sehr enttäuscht, dass er doch keinen Schatz finden würde. Er tat Lisa leid. „Weißt du was“, schlug sie vor, „wir gehen jetzt ins Eiscafé, und ich lade dich auf einen großen Becher Eis ein. Vielleicht bringt dich das auf andere Gedanken.“ Fynn, der eine große Schwäche für Süßes hatte, sah gleich wieder fröhlicher aus. Ben und Pieri schlossen sich an, und die vier machten sich auf den Weg zu einer nahegelegenen Eisdiele. „Hoffentlich schmeckt das Eis hier so gut wie in Onkel Josis Eisbude“, sagte Pieri, als sie sich an einer Kellnerin vorbeischoben, die gerade das Angebot des Tages auf eine Tafel schrieb. Die Kinder fanden einen freien Tisch und ließen sich nieder.
„Such dir aus, was du möchtest“, sagte Lisa großzügig zu Fynn. „Wir haben kürzlich eine nette Belohnung bekommen. Deine Bestellung wird mich also nicht arm machen.“ Fynn ließ sich nicht zweimal bitten und bestellte einen Riesenbecher mit Schokoladeneis. Es dauerte nicht lange, bis die Kellnerin die Bestellungen brachte. Sie hatte jedoch nur drei Eisbecher auf ihrem Tablett. „Dein Eisbecher wird noch einen kleinen Augenblick dauern“, sagte sie entschuldigend zu Fynn. „Wir müssen erst neues Schokoladeneis aus der Zubereitungsküche holen. Möchtest du lieber etwas anderes bestellen?“ Fynn verneinte. Er zog es vor zu warten. Während die anderen drei Kinder schon kräftig zulangten, unterhielt er sie mit lustigen Geschichten von seiner alten Schule. Es war deutlich herauszuhören, dass er seine früheren Klassenkameraden und Lehrer vermisste.
„In eine fremde Stadt umzuziehen und lauter neue Freunde finden zu müssen, ist bestimmt ganz schön schwer“, sagte Lisa mitfühlend. „Ich wüsste gar nicht, was ich ohne meinen Pieri machen würde, wenn ich auf eine neue Schule gehen müsste.“ „Na ja, es geht schon“, erklärte Fynn tapfer. „Ich verbringe eine Menge Zeit in der Bibliothek. Und vielleicht habe ich ja ähnlich viel Glück wie Ben mit Pieri und finde bald einen neuen Freund.“ Verlegen schob sich Pieri schnell noch einen Löffel Eis in den Mund. Plötzlich tat es ihm leid, dass er von Bens Anwesenheit manchmal etwas genervt gewesen war. Er nahm sich vor, Ben in der nächsten Zeit mit einzuladen, wenn er sich mit seinen Freunden traf.
Schließlich bekam auch Fynn seinen Eisbecher. Er häufte einen riesigen Berg Schokoladeneis auf den Löffel und schob ihn in den Mund. Kaum hatte das Eis seine Zunge berührt, verzog er das Gesicht und griff nach einer Serviette, um es auszuspucken. „Igitt!“, rief er. „Das ist ja ekelerregend!“ „Pfui! Was ist denn das?“, beschwerte sich im gleichen Moment eine Frau am Nebentisch, die ebenfalls von ihrem gerade gebrachten Schokoladeneis probiert hatte. Mit großen Schritten kam der Besitzer der Eisdiele herbeigeeilt. „Was ist los? Schmeckt das Eis nicht?“, erkundigte er sich. Fynn schob ihm seinen Becher zu. „Hier. Probieren Sie. Das ist das ekligste Eis, das ich je gegessen habe.“
Der Besitzer nahm einen Löffel Eis. Entsetzt verzog er das Gesicht. „Du hast recht. So soll das wirklich nicht schmecken. Dabei ist es frisch zubereitet. Ich werde sofort in der Küche nachsehen, was da passiert ist.“ Lisa bot dem Mann an, ihn zu begleiten. Sie erklärte, dass Pieri und sie Detektive seien und bei der Suche nach der Ursache für das verdorbene Eis behilflich sein könnten. Der Eisdielenbesitzer schlug das Angebot jedoch aus. „Die Küche darf nur von Angestellten mit einem Gesundheitszeugnis vom Amt betreten werden. Das ist Vorschrift“, erklärte er. Einige Minuten später kam er zurück. Er trug zwei Vorratsbehälter, die er vor Lisa auf den Tisch stellte. „Ich hab die Ursache gefunden“, erzählte er. „Jemand hat die Behälter neu beschriftet. In der Dose, auf der ‚Zucker‘ steht, ist Salz.“ „Kein Wunder, dass das Eis nicht schmeckt“, warf Fynn ein. Er war den ekligen Geschmack in seinem Mund wieder losgeworden, indem er einige Löffel Eis vom Becher seines Bruders
stibitzt hatte. „Schokoladeneis soll schließlich süß schmecken und nicht salzig.“ „Vielleicht könnt ihr Detektive mir doch behilflich sein“, fuhr der Eisdielenbesitzer fort. „Ich wüsste gern, wer für die falschen Aufschriften verantwortlich ist. Wahrscheinlich ein Konkurrent. Meint ihr, ihr könnt das herausfinden? Vielleicht mit Hilfe von Fingerabdrücken oder so?“ Lisa und Pieri, die in der Zwischenzeit die Vorratsbehälter näher in Augenschein genommen hatten, blickten sich an. „Wir können Ihnen jetzt schon sagen, wer für das versalzene Eis verantwortlich ist“, begann Lisa. „Es war keiner Ihrer Konkurrenten“, ergänzte Pieri. Sie erklärten ihren Verdacht. Der Eisdielenbesitzer war so beeindruckt, dass er darauf bestand, den vier Kindern noch eine Runde Eis zu spendieren.
 
Ihr findet die Auflösung weiter unten. Einfach runter scrollen.
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Lisa und Pieri war aufgefallen, dass das „a“ in Salz wie das „a“ in gedruckten Texten aussah. Die meisten Menschen in Deutschland verwenden ein anderes „a“, wenn sie mit der Hand schreiben. Die ungewöhnliche Schreibweise fand sich auch auf der Tafel mit dem Angebot des Tages, das die Kellnerin  beim Hereinkommen der Kinder gerade aufgeschrieben hatte. Die junge Frau hatte beim Beschriften der Vorratsbehälter zwar ihre Schrift verstellt, sich aber durch den ungewöhnlichen Buchstaben verraten. Sie gab zu, dass sie die Aufschriften geändert hatte, weil sie darüber verärgert war, dass sie am kommenden Sonntag arbeiten sollte, obwohl sie eine Verabredung hatte.

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