Willkommen im Detektivbüro XY!

Wie schön, dass Ihr vorbeischaut – Lisa und Pieri, die beiden Detektivfreunde, erwarten Euch auf diesen Seiten! Hier erfahrt Ihr einiges Wissenswertes über die Arbeit des Detektivbüros XY. Lisa und Pieri geben Euch aber auch wertvolle Tipps, wie Ihr selbst zu richtigen Spürnasen werden könnt.
Damit Ihr diesen detektivischen Spürsinn auch trainieren könnt, findet Ihr hier regelmäßig Rätselaufgaben und Knobeleien. Wenn Ihr zum Beispiel oben auf die Webcam klickt, könnt Ihr schauen, ob Euren Detektiv-Augen auch nichts entgeht … Denn denkt daran, einem guten Detektiv entgeht auch nicht das kleinste Detail!

Also, viel Spaß hier im Detektivbüro XY und viel Erfolg beim Lösen kniffliger Rätselfälle!

Das Rätsel der Woche

Schatzkarte des Geheimbundes

Lisa schloss ihr Fahrrad vor der Bibliothek an und schaute auf ihre Armbanduhr. Bis zu ihrer Verabredung blieben ihr noch einige Minuten. Eigentlich konnte sie die Zeit nutzen, um schnell noch ein Buch auszuleihen. Sie stieg die Treppen zum Eingang hinauf. Zur selben Zeit radelte Pieri die Hauptstraße entlang. Er spielte gedanklich gerade die hundertste Variante durch, wer ihn und Lisa zu dem geheimnisvollen Treffen bestellt haben konnte, als ein gebrülltes „Hey, Pieri, warte mal auf mich!“ ihn vor Schreck fast gegen eine Laterne fahren ließ. Mit Mühe brachte er seinen Drahtesel wieder unter Kontrolle und drehte sich um. Ben kam in einem Affenzahn heran geradelt.
„Cool, dass ich dich treff e!“, freute sich Pieris Mitschüler. „Ich habe dich gestern und heute in der Schule fast gar nicht zu Gesicht bekommen.“ „Ja, ich hatte viel mit Lisa zu besprechen. Detektivkram und so.“ Er sah die Neugier in Bens Augen aufblitzen und beschloss, schnell das Thema zu wechseln. „Was machst du denn hier?“ „Ich bin auf dem Weg zu meiner Mutter. Die arbeitet ganz in der Nähe. Ich hab dich zufällig vor mir herfahren sehen. und gedacht, wir könnten vielleicht noch ein Stück gemeinsam fahren.“
In der Zwischenzeit hatte Lisa die Treppen zur Bibliothek erklommen und stand nun vor der Eingangstür. „Wegen Inventur geschlossen“ verkündete ein großes, grünes Schild. Pech gehabt, dachte Lisa. Da würde sie wohl heute kein Buch ausleihen. Sie stieg gerade die Stufen wieder hinunter, als sich die schwere Eichentür der Bibliothek öffnete. Lisa fuhr herum. Hinter ihr stand ein blonder Junge, der einige Jahre jünger sein musste als sie selbst. „Was machst du denn in der geschlossenen Bibliothek?“, platzte es aus Lisa heraus. Eigentlich ging sie das natürlich gar nichts an, aber manchmal war es schwer, sich nicht wie ein Detektiv zu benehmen.
Der Junge ließ sich von ihrer misstrauisch klingenden Frage nicht aus der Ruhe bringen. „Ich habe meine Mutter besucht. Die arbeitet in der Bibliothek“, erklärte er. Lisa setzte zu einer Entschuldigung an, doch der Junge winkte ab. „Ist schon okay, dass du neugierig bist. So sind Detektive wohl.“ „Woher weißt du, dass ich …“, begann Lisa. Dann dämmerte es ihr. „Bist du etwa der geheime Nachrichtenschreiber, der uns hierher bestellt hat?“ Ehe der Junge antworten konnte, kamen Pieri und Ben mit ihren Fahrrädern bei der Bücherei an. Der Junge warf einen Blick auf sie und wurde blass. Blitzschnell huschte er zurück zur Eingangstür, um in der Bibliothek zu verschwinden. Doch Ben hatte ihn schon gesehen. „Hallo Fynn, was machst du denn hier?“, rief er ihm zu.
„Ich … ich …“, stammelte der Junge. „Wenn ich mich nicht irre, hat er Pieri und mich hierher bestellt, weil er unsere Dienste in Anspruch nehmen will“, half Lisa ihm aus. „Das stimmt doch, oder?“ „Hat er euch das etwa erzählt?“, fragte Ben ungläubig. „Was hat das denn schon wieder zu bedeuten, Fynn? Soll das einer deiner Streiche sein? So etwas kann ganz schnell nach hinten losgehen.“ „Das war kein Streich!“, beharrte Fynn. „Ich brauche wirklich Lisas und Pieris Hilfe. Aber vorher musste ich herausfinden, ob sie wirklich so großartige Detektive sind, wie du behauptet hast.“ „Kann mir mal jemand erklären, was hier eigentlich vor sich geht?“, unterbrach Lisa den Wortwechsel. „Woher kennt ihr euch denn?“ „Von zu Hause“, antworteten Ben und Fynn wie aus einem Munde. „Wir sind …“, fuhren sie gleichzeitig fort. Dann brachen sie in schallendes Gelächter aus. „Fynn ist mein kleiner Bruder“, erklärte Ben, als sein Lachanfall verebbt war.
Fynn zierte sich zunächst, sein Anliegen im Beisein seines Bruders zu erläutern. Doch da Ben keinerlei Anstalten machte, sich von seinem Protest vertreiben zu lassen, gab er schließlich klein bei. Fynn hatte – so erklärte er den drei älteren Kindern – in der Bibliothek ein Buch mit dem Titel „Schätze, die auf Entdeckung warten“ aufgestöbert. Ein Kapitel handelte vom Geheimbund der Freiglöckner, die angeblich einen großen Schatz angehäuft hatten, der aber nie gefunden worden war. Zwischen den Buchseiten hatte Fynn einen Zettel entdeckt, der sehr alt zu sein schien. An dieser Stelle förderte er einen vergilbten Bogen Papier zutage und hielt ihn den anderen zur Begutachtung hin.
„Der Schatz muss hier in der Stadt versteckt sein“, sagte Fynn. „Aber wir wohnen ja erst seit Kurzem hier, deshalb konnte ich nicht herausfinden, welches Gebäude auf der Schatzkarte abgebildet ist. Wenn ihr mir helft, teile ich den Schatz mit euch.“ Die beiden Detektive schauten sich den Zettel konzentriert an. „Sorry, Fynn, aber …“ Diesmal waren es Pieri und Lisa, die gleichzeitig sprachen. „Jetzt klingen wir auch schon wie Geschwister“, lachte Pieri. „Am besten, du erklärst es, Lisa.“ „Aus dem Schatz wird leider nichts werden“, sagte Lisa. „Das Gebäude gibt es hier in Stadt Glockenburg nicht. Und auch sonst nirgendwo.“ „Woher willst du das denn wissen?“, fragte Fynn empört.
„Du kennst doch nicht alle Gebäude der Welt. Wahrscheinlich wollt ihr euch den Schatz ohne mich unter den Nagel reißen.“ Lisa war viel zu gutmütig, um sich über diese falsche Anschuldigung zu ärgern. „Ich weiß das, weil ich Augen im Kopf habe“, erklärte sie freundlich. „Schau dir die Zeichnung noch einmal genau an. Dann wird dir klar werden, was wir meinen.“
Ihr findet die Auflösung weiter unten. Einfach runter scrollen.
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Das Gebäude auf der Zeichnung kann in Wirklichkeit gar nicht existieren. Auf dem Bild sieht man eine Treppe, die „im Kreis“ führt. Eine solche Treppe ist in der Realität natürlich unmöglich.l
 
 

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